Fahrketten

Riesenschnauzer im Kofferraum

Fahrkette – was ist das?

Wenn Hunde zur RiesenSchnauzerNothilfe kommen und in einer Pflegestelle untergebracht werden, müssen sie oft weite Strecken zurücklegen. In der Regel wohnt die Pflegefamilie nicht in direkter Nähe der Alt-Besitzer, Strecken von 500 Kilometern oder mehr sind keine Seltenheit. Da die Alt-Besitzer den Hund nicht immer direkt zu der Pflegestelle bringen können, bilden wir Fahrketten von Ort zu Ort. Menschen, die entlang der betreffenden Strecke wohnen, übernehmen jeweils ein Teilstück der Route. Jeder Teilnehmer bestimmt dabei selbst, wie weit er fahren möchte.

 

Ich möchte helfen – wie läuft das ab?

Die Fahrketten werden von unserem Teammitglied Anke Ebert organisiert. Wenn Sie uns als Fahrkettenteilnehmer unterstützen möchten, senden Sie ihr per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! die folgenden Angaben:

  • Name, Adresse
  • Telefonnummer privat und mobil
  • Umkreis, in dem Sie Fahrketten unterstützen können
  • Wochentage, an denen Sie in der Regel Zeit haben
  • Fahrzeugtyp / Navigationsgerät
  • Wie viele Hunde können getrennt voneinander transportiert werden

Fahrketten können an jedem Tag der Woche, meist jedoch am Wochenende stattfinden. Sobald ein Hund transportiert werden muss, veröffentlicht Anke die zu fahrende Strecke in unserem Forum und klemmt sich hinter das Telefon. Sie ruft die Fahrkettenteilnehmer entlang der Strecke an und klärt, wer wann wie wohin fahren kann. Das ist nicht immer einfach, denn nicht in jeder Gegend gibt es Fahrketten-Angebote und häufig müssen noch Lücken geschlossen werden. Außerdem hat natürlich nicht immer jeder, der sich einmal dazu bereit erklärt hat, zu dem jeweiligen Zeitpunkt auch tatsächlich Zeit.

Steht die Fahrkette, bekommt jeder Fahrketten-Teilnehmer eine Information mit Kontaktdaten und Mobilnummern aller Teilnehmer, den genauen Treffpunkt sowie eine ungefähre Uhrzeit. Jeder Teilnehmer setzt sich dann mit seinem direkten Vor- und Nachfahrer in Verbindung und klärt ein Erkennungsmerkmal. Und dann kann es losgehen! Viele Fahrketten lassen sich in unserem Forum live verfolgen, außerdem machen viele Fahrketten-Teilnehmer auch immer gern Erinnerungsfotos: Fahrketten Liveticker. Schauen Sie doch mal rein!

 

gary am rastplatz mareike wilms

Meine erste Fahrketten-Fahrt – was muss ich alles beachten?

Während einer Fahrkette übernehmen Sie ein Ihnen, aber auch uns unbekanntes Tier. Zu Ihrer und unserer Sicherheit gibt es daher einige Dinge, die Sie unbedingt beachten sollten. Manches kommt Ihnen vielleicht übertrieben vor, in Einzelfällen sollte man jedoch mit Überraschungen rechnen.

Wir können weder Kilometergeld zahlen, noch Spritkosten übernehmen. Während der Fahrt sind Sie allerdings über den Verein versichert.

Nach Unterzeichung des Tierabgabevertrages an der ersten Station der Fahrkette ist der Hund über die RiesenSchnauzerNothilfe haftpflichtversichert.

Nehmen Sie sich Zeit und bringen Sie eine gute Portion Geduld mit. Der Not-Schnauzer wird durch die Aufregung selbst gestresst sein. Strahlen Sie gelassene Ruhe aus, wird sich das auch auf ihn übertragen.

Der Hund muss nach den Regeln der Straßenverkehrsordnung gesichert sein. Ideal ist eine Hundebox in der passenden Größe. Auch ein Hunde-Anschnallgurt mit passendem Geschirr ist möglich. Wird der Hund im Kofferraum transportiert, bitten wir Sie, ihn während der Fahrt mit einer Leine an der Kopfstütze oder am Hundegitter zu befestigen. Ungesichert könnte er beim Öffnen der Kofferraumklappe flüchten.

Nehmen Sie sowohl für sich als auch für Ihren Fahrgast ausreichend zu trinken mit. Über einige Leckerlis wird er sich sicher freuen und es erleichtert die Kontaktaufnahme.

Auch wenn es schwerfällt: „Betüddeln“ Sie ihren Fahrgast nicht. Gerade in Stress-Situationen können Hunde überempfindlich reagieren. Achten Sie daher auf ihre Körpersprache. Beugen Sie sich nicht bedrohlich über ihn, bedrängen Sie ihn nicht.

Lassen Sie den Hund sich lösen, bevor Sie die nächste Fahrtstrecke beginnen.

Es wurden schon Hunde übergeben, die nur mit einer umschlungenen, kaputten Flexileine „gesichert“ waren ... Packen Sie zur Sicherheit eine Ersatzleine, ein Ersatzhalsband/-geschirr und – wenn vorhanden – auch einen Maulkorb ein.

Versichern Sie sich, dass Ihr Handy aufgeladen und einsatzbereit ist.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit zu zweit unterwegs sein.

Wir hoffen, durch diese vielen Hinweise fühlen Sie sich eher gut beraten als abgeschreckt! ;-) Im Normalfall verlaufen Fahrketten recht unspektakulär und reibungslos; es ist aber immer gut, auf den Fall der Fälle vorbereitet zu sein.

Und nun: Vielen Dank für Ihre Unterstützung und gute Fahrt!

Ihre Ansprechpartnerin

Anke Ebert
E-Mail schreiben
Tel.: 0151 / 53661692
Fax: 03222 / 1924001