Pflegestelle werden

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Warum wir Pflegestellen brauchen

Die RiesenSchnauzerNothilfe hilft Schnauzern und Schnauzer-Mischlingen, die ihr Zuhause verlieren oder auch nie ein richtiges Zuhause besessen haben. Wir nehmen diese Hunde auf und vermitteln sie in eine passende neue Familie. Der Verein verfügt dabei aber über keine eigene Auffangstation, sondern wir arbeiten mit privaten Pflegestellen zusammen. Das sind Familien, die unsere Notfelle über einen begrenzten Zeitraum aufnehmen, sie betreuen und pflegen.

Die Pflegestellen sind dabei ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Nicht nur, weil unser Schützling bei ihnen wohnen darf! Kein anderer lernt den jeweiligen Not-Schnauzer so gut kennen wie seine Pflegefamilie. Sie sammelt im Zusammenleben mit dem Hund wertvolle Informationen, die uns helfen, das für ihn ideale Zuhause zu finden.

 

Sie wollen Pflegestelle werden? Das sollten Sie beachten!

Sie haben Hundeerfahrung und möchten einen Not-Schnauzer beim Start in sein neues Leben unterstützen? Bevor Sie „Auf jeden Fall!“ sagen, bedenken Sie bitte Folgendes:

  • Unsere Nothunde haben gerade ihr gewohntes Umfeld verloren. Sie stehen unter Stress und können überreizt reagieren. Oft zeigen sie ihr eigentliches Wesen erst nach einer längeren Eingewöhnungsphase.
  • Abgabe-Hunde können schlecht oder auch gar nicht erzogen sein. Manche haben noch nie innerhalb eines Hauses gelebt, können nicht alleine bleiben oder sind es gewohnt, ständig ihren eigenen Willen durchzusetzen.
  • Haben Sie selbst Hunde, kann es unter den Hunden zu Diskussionen um die Rangordnung kommen.
  • Kinder, fremde Menschen, Artgenossen, Katzen, Wild? Oft wissen wir nicht, wie unsere Notfelle auf solche Umweltreize reagieren. Hier ist es wichtig, den Hund genau zu beobachten und auffälligem Verhalten sofort entgegenzuwirken.
  • Manche Abgabe-Schnauzer benötigen eine mehr oder weniger zeitaufwändige, medizinische Versorgung. Die Kosten dafür trägt zwar die RiesenSchnauzerNothilfe, dennoch benötigen Sie für Tierarztbesuche und tägliche Pflege mehr Zeit als sonst.
  • Es ist nicht immer vorauszusehen, wie lange der Hund bei Ihnen bleibt. Oft sind es nur einige Wochen, manchmal können es aber auch Monate sein. Denken Sie daran, dass dies nicht nur ein Zeit-, sondern auch ein Kostenfaktor ist. Wir leiten Futterspenden gerne an unsere Pflegestellen weiter, dennoch decken diese Spenden nur einen ganz kleinen Teil des Bedarfs.

All diese Punkte haben Sie nicht abgeschreckt? Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung!

 

Hier gehts zum Bewerbungsformular für eine Pflegestelle

 

Von der Bewerbung bis zum Pflegehund

Um sich bei uns als Pflegestelle zu bewerben, können Sie unser Bewerbungsformular ausfüllen. Dort teilen Sie uns etwas über Ihre Person, Ihre Familie, Ihr Wohnungsumfeld und Ihre bisherige Hundeerfahrung mit. Ein Team-Mitglied der RiesenSchnauzerNothilfe wird sich daraufhin mit Ihnen in Verbindung setzen und persönlich bei Ihnen vorbei kommen. In dieser Vorkontrolle möchten wir Sie und auch das vorüber gehende Zuhause unserer Schützlinge näher kennenlernen. Außerdem klären wir, welche Art Hund (Größe, Verhalten etc.) Sie sich zutrauen bzw. zu den bereits vorhandenen Tieren passen kann. Verläuft die Vorkontrolle positiv, nehmen wir Sie in unsere Datenbank auf.

Bekommen wir einen Notfall-Hund gemeldet, der in Ihre Pflegestelle passen könnte, nehmen wir Kontakt zu Ihnen auf und klären, ob eine Unterbringung zu diesem Zeitpunkt tatsächlich möglich ist (es mag ja sein, dass Sie eigentlich am nächsten Morgen in den Urlaub fliegen wollten ...). Häufig bleiben dann noch einige Tage Zeit zur Vorbereitung, in denen wir die Fahrkette zwischen dem alten Heimatort und der Pflegestelle organisieren – bis der Not-Schnauzer dann schließlich bei Ihnen ankommt.

Unser Not-Schnauzer darf erst mal einige Zeit bei Ihnen verbringen und sich eingewöhnen, bevor wir ihn auf unsere Vermittlungsseiten aufnehmen. In unserem Forum gibt es aber ein Pflegestellen-Tagebuch, in dem Sie gerne schon vorher von Ihrem Schützling berichten dürfen. Die Forengemeinschaft wird es Ihnen danken! ;-) Außerdem wird unsere Pflegestellenbetreuung Kontakt zu Ihnen halten und bei Fragen mit Rat und Tat beiseite stehen. Wir haben einen Fragenkatalog zum Verhalten des Hundes erstellt und bitten Sie, diesen Fragen nach und nach auf den Grund zu gehen.

Gibt es Interessenten für Ihren Pflegehund, müssen diese sich zunächst bei uns bewerben. Genau wie bei der Bewerbung als Pflegestelle werden wir dann in einem zweiten Schritt eine Vorkontrolle durchführen. Ist diese positiv verlaufen, bekommen Sie von uns Bescheid. Die Interessenten nehmen Kontakt zu Ihnen auf und vereinbaren einen Besuchstermin. Es sollte dabei möglichst nicht nur bei einem Kontakt bleiben, denn so kann man seinen neuen Hausgenossen nicht wirklich kennen lernen. Sie als Pflegestelle haben nun ein letztes „Veto-Recht“: Haben Sie das Gefühl, Hund und Interessent passen gut zueinander, steht einem Umzug der Fellnase in sein neues Heim nichts mehr im Wege.

Haben Sie noch Fragen rund um das Thema „Pflegestelle werden“? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

Ihre Ansprechpartnerin

Michaela Hoppe
E-Mail schreiben
Tel.: (08334) 534899
oder (0157) 86768402
Fax: (03222) 1924001