Unsere Weihnachtsgeschichte

Unsere Weihnachtsgeschichte – einmal anders

Normalerweise ist es so, dass die Weihnachtsgeschenke für Andere bestimmt sind, für gute Freunde und Menschen, die man besonders mag. Sich selbst an Weihnachten etwas zu schenken, ist eher ungewöhnlich und auch nicht im Sinn der Sache.

Und doch haben wir uns bei der RiesenSchnauzerNothilfe dieses Jahr selbst beschenkt – und das auch eher ungewollt und unfreiwillig, aber das Geschenk gefällt uns nun doch ausgesprochen gut. Die Geschichte dazu geht so.

Wir haben am 2. Dezember die Hündin Raisa aus Ungarn übernommen, einen Mix aus Jagdhund und Riesenschnauzer. Raisa ist eine sehr schlanke Hündin von gut einem Jahr, deren körperlicher Zustand nicht der allerbeste war. In ihrer Pflegestelle in der Pfalz entpuppte sie sich als sehr menschenbezogene und verschmuste Hündin, frei von erkennbaren Macken. Beim obligatorischen Tierarzt-Check Mitte Dezember wollten wir auch die Ursache für die veränderten Zitzen abklären lassen, weil wir eine Scheinschwangerschaft vermuteten. Diese Vermutung war auch fast richtig, lediglich beim „Schein“ lagen wir total daneben. Fazit der Tierärztin: „Ihr Verein wird Eltern – und es werden nicht wenige Kinder!“

Nun hatte es uns nach 8 Jahren Tierschutzarbeit also doch erwischt: Wir hatten unbemerkt eine trächtige Hündin übernommen. Im ersten Moment natürlich totale Panik, hektisches Kommunizieren auf allen Kanälen und Produktion der Pläne 1–15, die sich im Nachhinein aber alle als unbrauchbar erwiesen hätten. Keiner von uns hatte mit Geburt und Aufzucht von Welpen je irgend etwas zu tun gehabt.

Die Lösung unseres Problems war dann für uns und Raisa wie ein Sechser im Lotto. Eine ehemalige Riesenschnauzer-Züchterin mit der Erfahrung von einigen Würfen, den dazu passenden räumlichen Voraussetzungen und dem Herz am rechten Fleck erklärte sich spontan bereit, Raisa bei sich aufzunehmen, Geburtshilfe zu leisten und die Kleinen die ersten Wochen zusammen mit der Hundemama aufzupäppeln. Wir sind ihr für diese Hilfe unendlich dankbar, weil wir wissen, dass uns nichts Besseres hätte passieren können.

Raisa, die nun liebevoll „Möhrchen“ genannt wird, hat ihre Geschenke dann pünktlich einen Tag vor Heiligabend abgeliefert und die RSN ist seit gestern Eltern von 11 (!) Hundekindern, 7 Hundemädels und 4 Hundebuben. Da wir über den Vater nur spekulieren können, hatten wir im Vorfeld schon mit einigen Überraschungen gerechnet und es ist dann in der Tat ein richtiger „Kessel Buntes“ geworden. Schwarze, braune, weiße und mehrfarbige Welpen machen das Haus gerade zur „Villa Kunterbunt“.

Alle 11 Racker sind fit und Möhrchen hat ihre Aufgabe mit Bravour erledigt. Wir hatten uns wegen ihres körperlichen Zustandes auf Probleme eingestellt, aber alles lief gut. Sie ist eine gute Mama und um ihre Kleinen sehr besorgt. Wir werden sie nach Kräften unterstützen und alles tun, dass sie und die Kleinen ein glückliches Hundeleben führen können.

Wir bitten um Verständnis, dass dieser kleine Bericht zur ersten Info reichen soll und wir allen Beteiligen in der „Villa Kunterbunt“ die notwendige Ruhe gönnen möchten.

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