Fahrketten

Eine Fahrkette – was ist das?

Wenn Hunde zur RiesenSchnauzerNothilfe kommen und in einer Pflegestelle untergebracht werden, müssen sie oft weite Strecken zurücklegen. In der Regel wohnt die Pflegefamilie nicht in direkter Nähe der Alt-Besitzer, Strecken von 500 Kilometern oder mehr sind keine Seltenheit. Da die Alt-Besitzer den Hund nicht immer direkt zu der Pflegestelle bringen können, bilden wir Fahrketten von Ort zu Ort. Menschen, die entlang der betreffenden Strecke wohnen, übernehmen jeweils ein Teilstück der Route. Jeder Teilnehmer bestimmt dabei selbst, wie weit er fahren möchte.

Sie möchten dabei sein – wie läuft das ab?

Fahrketten können an jedem Tag der Woche, meist jedoch am Wochenende stattfinden. Sobald ein Hund transportiert werden muss, prüft Anke die zu fahrende Strecke und klemmt sich hinter das Telefon. Sie ruft mögliche Fahrkettenteilnehmer entlang der Strecke an und klärt, wer wann wie wohin fahren kann. Das ist nicht immer einfach, denn nicht in jeder Gegend gibt es Fahrketten-Angebote und häufig müssen noch Lücken geschlossen werden. Bisher konnten wir zum Glück immer auf Ankes logistische Fähigkeiten vertrauen.

Steht die Fahrkette, bekommt jeder Fahrketten-Teilnehmer eine Information mit Kontaktdaten und Mobilnummern aller Teilnehmer, die genauen Treffpunkte sowie eine ungefähre Uhrzeit für die einzelnen Übergaben. Wenn möglich, wird für alle Teilnehmer eine WhatsApp-Gruppe erstellt, damit jeder zu jeder Zeit weiß, wie gerade der Stand der Dinge ist. Die Zeiten werden großzügig dimensioniert, damit bei den Übergaben immer noch Platz für einen Kaffee und einen kleinen Plausch ist.

Meine erste Fahrketten-Fahrt – was muss ich alles beachten?

Während einer Fahrkette übernehmen Sie ein Ihnen unbekanntes Tier. Zu Ihrer und unserer Sicherheit gibt es daher einige Dinge, die Sie unbedingt beachten müssen. Manches kommt Ihnen vielleicht übertrieben vor, in Einzelfällen sollte man jedoch vor Überraschungen sicher sein.

Nehmen Sie sich Zeit und bringen Sie eine gute Portion Geduld mit. Der Not-Schnauzer wird durch die Aufregung selbst gestresst sein. Strahlen Sie gelassene Ruhe aus, dann wird sich das auch auf ihn übertragen.

Der Hund muss nach den Regeln der Straßenverkehrsordnung gesichert sein. Ideal ist eine Hundebox in der passenden Größe. Auch ein Hunde-Anschnallgurt mit passendem Geschirr ist möglich. Wird der Hund im Kofferraum transportiert, bitten wir Sie, ihn während der Fahrt mit einer Leine an der Kopfstütze oder am Hundegitter zu befestigen. Ungesichert könnte er beim Öffnen der Kofferraumklappe flüchten.

Nehmen Sie sowohl für sich als auch für Ihren Fahrgast ausreichend zu trinken mit. Über einige Leckerlis wird er sich sicher freuen und es erleichtert die Kontaktaufnahme.

Auch wenn es schwerfällt: „Betüddeln“ Sie ihren Fahrgast nicht. Gerade in Stress-Situationen können Hunde überempfindlich reagieren. Achten Sie daher auf seine Körpersprache. Beugen Sie sich nicht bedrohlich über ihn, bedrängen Sie ihn nicht.

Lassen Sie den Hund sich lösen, bevor Sie die nächste Fahrtstrecke beginnen.

Es wurden schon Hunde übergeben, die nur mit einer umschlungenen, kaputten Flexileine „gesichert“ waren … Packen Sie zur Sicherheit eine Ersatzleine, ein Ersatzhalsband/-geschirr und – wenn vorhanden – auch einen Maulkorb ein.

Versichern Sie sich, dass Ihr Handy aufgeladen und einsatzbereit ist.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit zu zweit unterwegs sein.
Wir hoffen, dass Sie sich durch diese vielen Hinweise eher gut beraten als abgeschreckt fühlen. Im Normalfall verlaufen Fahrketten recht unspektakulär und reibungslos, es ist aber immer gut, auf den Fall der Fälle vorbereitet zu sein.

Und nun: Vielen Dank für Ihre Unterstützung und gute Fahrt!

Wenn Sie an einer Mitarbeit interessiert sind füllen Sie bitte das Formular für Fahrketten aus.

Kontaktperson

Anke Ebert

Tipp 1 von Felix

Ganz wichtig: Bei der Übernahme immer zuerst das neue Geschirr an den Hund und dann erst das alte Geschirr wegnehmen. Der Hund darf nie ohne Geschirr sein!

Tipp 2 von Felix

Auch wichtig: Lassen Sie ihre(n) eigene(n) Vierbeiner bitte zuhause, ihr Fahrgast wird es Ihnen danken, dass er während der Fahrt entspannen kann!

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